Di
25
Mai
2010
Heute war es wirklich "so ein schöner Tag". Wenn auch ein anstrengender. Daniela verliess das Haus bevor die Kinder aufwachten, um bei Doktor Stocker zu arbeiten. Lisa, die einfach nicht gesund werden will und über hustet und flach atmet hatte ihre Kindergartenreise, die sie natürlich auf keinen Fall verpassen wollte. Zmorge richte, alle Kinder anziehen, Zähne putzen, in die Schule schicken, usw. das fordert einem doch noch recht viel ab. Vor allem wenn die nötige Routine fehlt. So sah es halt aus, wie wenn eine Bombe eingeschlagen hat, als ich mit Lisa und Mika das Haus verliess, um Lisa in den Kindergarten zu bringen. Die Aufregung war gross. Trotz Krankheit zottelte Lisa gut gelaubt ab. So gingen Mika und ich wieder nach Hause, um Wäsche waschen, zu lüften, die Küche aufzuräumen und einen Postizettel zu schreiben. Weiter ging es an den Rheinfall, wo ich mich von Lisas Verfassung überzeugen wollte. Zwar etwas schlapp und müde aber immer noch gewillt diese Reise durchzustehen überzeugte sie mich, wieder ohne sie nach Hause zu gehen. Und ausserdem war sie bei Frau Braun und ihren beiden Helferinnen sehr gut augehoben. Also fuhren wir wieder nach Hause. Mittagessen kochen und tischen. Und schon stand Johanna da und sprudelte drauf los. Nach dem Zmittag: Hausaufgaben machen, Küche reinigen und ganz wichtig Kaffee trinken. Schnell noch rasch mit der Nachbarin telefoniert und verabredet, was und wo die beiden Mädchen nach der Schule unternehmen. Und schon war Johanna wieder weg. Anstatt Wäsche aufzuhängen wollte Mika lieber ein bisschen ins Bett liegen. Und tatsächlich hat er geschlafen, als ich wieder oben war. Yes! Ich werde das zwar am Abend büssen, wenn er nicht schlafen gehen will. Aber diese halbe Stunde nehme ich mir. Anschliessend gingen wir Einkaufen, brachten Johanna einen Hausschlüssel in die Schule und holten Lisa von ihrer Reise ab. Mit Anhänger ging es dann nach Hause, wo Lisa unverzüglich auf dem Sofa einschlief. Zwischendurch noch rasch Zvieri gegeben und überprüft, was Johanna mit ihrer Freundin macht. Die Zeit reicht gerade noch, um mit Mika eine Suppe zu kochen. Um Viertel vor fünf habe ich Lisa geweckt. Da es ihr immer noch nicht gut geht, muss noch ein Arztbesuch sein. Zum Glück arbeietet Daniela gerade beim Kinderarzt. Also fuhren wir zu Dokror Stocker, wo sich unser Verdacht bestätigte: Lisa hat eine Lungenentzündung. Wieder zu Hause Abendessen vorbereiten, Pischamas anzîehen, Guetnachtgeschichte erzählen, singen und natürlich Mika unterhalten. Ich hab's ja gewusst, dass sich der Mittagsschlaf rächen wird...
So ein Tag als Hausmann ist ganz schön anstrengend. Zumal dies nicht mein tägliches Brot ist. Trotzdem fand ich den Tag toll! Wenn ich im Geschäft einmal so viel Tasks an einem Tag erledigen könnte... Und irgendwie fühlte ich mich sogar mehr bestätigt, als im Büro. Von wegen undankbarer Job. So ein Leben als Hausmann könnte ich mir noch ganz gut vorstellen... :-)
Also das finde ich einen guten Eintrag! Wenn ich so ca. einmal im Monat genau dasselbe mache bei euch, auch ohne Routine, fühle ich mich am Abend auch glücklich und zufrieden, man weiss was man gemacht hat! VON WEGEN UNDANKBARER JOB! Schicken wir diesen Bericht an alle jammernden Mütter, die gar nicht wissen, was für ein Glück sie haben!!!
